Wer heutzutage Student ist, hat es – je nach Fach natürlich – nicht einfach. Den ganzen Tag lernen, und das meistens an einem Computer oder Laptop, an denen der Klick auf das Netflixsymbol meistens nicht weit ist. Deshalb kommt es beim Produktivität Steigern oft zu so manchen Ablenkungen.

Dabei musste man sich schon immer mit dem Thema Prokrastination auseinandersetzen. Damals lagen eben nur spannende Bücher direkt neben den Lehrmaterialien und es war meistens interessanter, wie das Buch jetzt wohl weitergehen würde, als die aktuellen Aufgaben des Skripts.

Leider hat diese Bücherfaszination heutzutage nur noch sehr wenige Anhänger. Würden heute die meisten so viele Bücher lesen, sähe die Welt vermutlich anders (besser) aus. Aber wir ähneln den Vorgängergenerationen dennoch. Wir flüchten genau wie sie aus dem Alltag mit PC-Spielen oder Apps, wie Jodel und Instagram, die uns ein komplett unrealistisches Bild von der Wirklichkeit zeigen. Genauso wie Bücher wie „Der Herr der Ringe“ damals.

Ich möchte meine Generation nicht verteidigen. Trotzdem muss ich sagen, dass es heutzutage ein viel leichter zugängliches und viel größeres Angebot an „Prokrastinationswerkzeugen“ als damals gibt.

Ich nehme mal beispielsweise Jodel und Instagram heraus. Wahrscheinlich die zwei Apps, die von Studenten neben YouTube am meisten benutzt werden.

Jodel

Jodel ist eine App, die sich deine GPS-Daten nimmt und dir so anonyme Nachrichten aus der unmittelbaren Nähe anzeigt. Neben lustigen Sprüchen und Tierbildern gibt es zum Teil auch spannende Diskussionen bspw. über Politik und Gesellschaft.

Jodel als Produktivitätskiller

Jodel – die App, mit der du auf jeden Fall nicht deine Produktivität steigern kannst.

Ich bin jetzt schon seit 2015 auf Jodel aktiv und nach drei Jahren intensiver Nutzung kann ich wirklich sagen: Jodel ist ein Produktivitätskiller, mit dem du definitiv nicht deine Produktivität steigern kannst.

Die Idee einer lokalen Gemeinschaft, in der man Freunde finden, sich über studentische Themen austauschen und noch vieles mehr kann, ist wirklich sehr cool.

Jedoch ist die traurige Wahrheit, dass es mittlerweile auf Jodel nicht mehr um das Informieren über Veranstaltungen etc. an der eigenen Uni oder irgendein Gemeinschaftsgefühl geht, sondern wer zuerst von 9gag, reddit und Co. einen sog. Repost schreiben kann. Spannende Diskussionen werden rigoros rausgevotet und das einzige, was diese Plattform noch am Leben erhält, sind Leute, die sich Tierbilder anschauen, Leute, die um 2 Uhr morgens noch „kuscheln“ möchten oder welche, die sich für jede Kleinigkeit einen anderen Schuldigen raussuchen. Beliebtester Schuldiger: der Montag.

Also kurz gesagt: Wer hier depressive Demotivation sucht und sich gleichzeitig seine Prokrastination schön reden möchte, ist hier goldrichtig. Allen anderen rate ich nach drei Jahren: Fangt lieber nicht an, es ist es nicht wert.

Instagram

Instagram hingegen besteht nur aus Bildern, die von Personen, denen du folgst, hochgeladen werden können. Wenn du aber bereits drei Stars oder mehreren folgst, dann ist deine Timeline ( = der Bereich, den du siehst und durchscrollen kannst) aber zu 90% voll mit Fotos von diesen Stars.

Produktivität nicht steigerbar mit Instagram

Instagram und vergleichbare Apps wie Twitter, Snapchat und Facebook fressen unsere Zeit und geben uns nicht wirklich etwas dafür zurück. (Bild: https://pixabay.com/de/smartphone-bildschirm-social-media-2123520/)

Auch Instagram benutze ich schon seit einigen Jahren. Aber bis auf Selbstbeweihräucherung durch Posten der eigenen Bilder mit dem einzigen Ziel, Likes zu kassieren und süßen Tierbabys kann Instagram nichts bieten. Ich habe es sogar eine Zeit lang durchgezogen, für Likes teilweise an mehreren Tagen die Woche ein Foto hochzuladen. Und was hat es mir gebracht? Nichts. Naja, vielleicht kritisiere ich Instagram einfach nur, weil es mit dem Influencer-Lifestyle irgendwie nicht geklappt hat? Aber wer weiß…

Jodel und Instagram sind nur zwei Beispiele einer endlosen Liste von Apps, die absolut keinen Sinn haben. Beide sind Social Media, die ein komplett falsches Bild von den Personen zeigen. Und beide lenken dich nicht nur für mehrere Stunden ab, sondern haben auch nachweislich den Nebeneffekt, bei manchen Leuten Depressionen auszulösen. Das zeigt auch eine Studie der DAK-Gesundheit und des Deutschen Zentrums für Suchtfragen am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf.

Fazit

Apps per sé will ich jetzt aber nicht schlecht machen. Im Gegenteil: Es gibt auch sehr sinnvolle Apps, wie z.B. Headspace, Blinkist oder Evernote (keine Werbung), mit denen ich meine Produktivität steigern kann. Auch, wenn sinnlose Beschäftigung zwischendurch erfüllend ist, sollte man Apps wie Instagram und Jodel dennoch auf ein absolutes Minimum herunterfahren oder am besten gleich löschen!

Ich habe mich jetzt vor Kurzem auch von beidem getrennt und vermisse diese sinnlosen Tätigkeiten ehrlich gesagt überhaupt nicht.Bye bye Jodel, bye bye Instagram!

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Ein Gedanke zu „Produktivität steigern – Warum du Jodel, Instagram und Co. löschen solltest!

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